Gamescom 2015 – Teil 2

Nun kommt Teil zwei des GamesCom Berichts 2015. Heute geht es um das Spiel Mirror’s Edge Catalyst. Meine Eindrücke möchte ich mit euch in diesem Beitrag teilen.

Mirror's Edge Catalyst GamesCom 2015 Messestand
Mirror’s Edge Messestand auf der GamesCom 2015

 

Das Glück hat mir zugelächelt: Kaum angestellt in der langen Warteschlange, bekam ich einen Pass für die sogenannte „Fast Lane“ in die Hand gedrückt. Vielen Dank dafür nochmal 🙂 Nach einer vergleichsweise kurzen Wartezeit, kamen wir in ein kleines Kino, welches sich hinter den Anspielstationen befand. Dort wurde in einem Film viel darüber erzählt, was sich die Entwickler bei dem Spiel gedacht haben und uns wurde eine kleine Einführung in die Steuerung mit dem XBox One Controller gegeben. Die Steuerung ist mit der des ersten Teils gleich geblieben, daher muss man sich da nicht umgewöhnen, wenn man den Vorgänger auf einem XBox 360 Controller gespielt hat. Den Entwicklern war wichtig, dass Neueinsteiger nicht frustiert und alte Hasen nicht unterfordert sind. Wie ihnen das gelungen ist, werden wir wohl am besten nach dem Release sehen.

In der Geschichte von Mirror’s Edge geht es um Überwachung, Machtmissbrauch und Unterdrückung. In der Stadt „Glass“ lehnen wir uns in der Rolle von „Faith“ gegen diese auf. Die Geschichte hat mit dem ersten Teil nichts zu tun. Spieler des ersten Teils werden allerdings den ein oder anderen Namen wiedererkennen. Die aus dem ersten Teil bekannten Zwischensequenzen in Comic Art scheint es allerdings nicht mehr zu geben. Dafür gibt es auch keine Ladezeiten zwischen den Missionen mehr, denn bei Mirror’s Edge Catalyst handelt es sich um ein Open World Spiel. Die Grafik ist meiner Meinung nach atemberaubend. Besonders überrascht war ich aber vom Sound. Man hört die deutlichen Unterschiede zwischen dem Rutschen auf dem Glas oder auf Beton. Die Welt ist der aus dem ersten Teil bekannten Welt nachempfunden. Schlicht, modern aber auch nicht jedermanns Sache. Mir persönlich gefällt dieser Stil sehr gut.

Die Demo war in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil erhielt man einen Einblick in die Geschichte. Das Intro wird gezeigt, in dem Faith zunächst als Gefangene auftritt. Sie hat Glück und wird freigelassen. Danach trifft sie auf einen alten Bekannten, der uns eine Kontaktlinse gibt, die wir einsetzen können. Nach dem Einsetzen der Linse laufen verschiedene Programme vor dem virtuellen Auge ab. Im zweiten Teil war ich in einer offenen Welt, wie es im späteren Spielverlauf sein soll. Auf der Karte sah ich drei Missionen. Eine Lieferungsmission, ein Rennen und eine Mission, bei der man ein Plakat erreichen muss, um von diesem die Werbung zu entfernen. Die Mission mit den Werbeplakat war meiner Meinung nach ziemlich langweilig und unnötig, da man dort nur den Weg zum Plakat suchen muss. Diesen musste man aber in der Demo nicht einmal suchen, da die Runner Vision den Weg gezeigt hat. Scheinbar war das Spiel auf den einfachsten Schwierigkeitsgrad eingestellt. Als Spieler des Vorgängers fand ich die Hilfestellung etwas zu viel des Guten. Sinnvoll dagegen fand ich die Navigation, da man so die Missionen schnell erreichen kann. Das Prinzip der Navigation kennt man schon aus anderen Spielen, wie z. B. aus The Crew. Allgemein kam es mir vor, dass es in dem Stadtgebiet aus der Demo ziemlich viele Stolperfallen gibt. Damit meine ich, dass man ziemlich schnell in Orte hineinspringt, aus denen man nicht ohne weiteres (lebend) wieder herauskommt. Es kann aber sein, dass die Auswege übersehen habe 😉 Hat man eine Mission gefunden, läuft man über den roten Kreis am Boden und muss nur noch die Mission akzeptieren. Dann startet diese schon. Dabei gibt es keine richtige Zwischensequenz. Ich denke und hoffe es handelte sich dabei auch nicht um Storymissionen. Bei der Lieferungsmission holt Faith eine Nachricht aus einem toten Briefkasten und die Mission startet. Die Runner Vision zeigt an, wo das Ziel ist. Den Weg dazwischen kann man frei wählen. Ob man jetzt der Runner Vision folgt oder woanders abbiegt ist euch überlassen. Negativ fiel mir persönlich der Schluss der Mission auf. Ich habe im Zielgebiet, wo die Nachricht hin muss, nicht alle Gegner getötet. Die Mission lies sich aber nicht beenden, da ich zunächst alle Gegner aus der näheren Umgebung töten musste. Ich persönlich fand das nicht so schön, aber sehe das auch nur als kleinen Makel. Ob sich Gegner allerdings entwaffnen und sich dann die Waffen verwenden lassen, habe ich nicht feststellen können. Bei der Rennmission geht es darum das Ziel so schnell, wie möglich zu erreichen. Diese Mission hat sehr viel Spaß gemacht, wenn auch 13 Minuten Anspielzeit nicht viel Zeit sind, um mehrere Wege und Möglichkeiten auszuprobieren.

 

Fazit:

DICE hat sich meiner Meinung nach sehr am ersten Teil orientiert. Der Stil des Spiels blieb gleich und man merkt beim Spielen sofort vom Gefühl, dass es Mirror’s Edge ist. Ob das Open World Prinzip die richtige Wahl war, weiß ich noch nicht. Ich finde den Ansatz auf jeden Fall interessant. Auf ein neues Mirror’s Edge freue ich mich sehr. Die Story sieht vielversprechend aus und ich hoffe, dass die Story nach diesem Intro weiterhin so interessant weitergeht. Am 25.02.2016 wissen wir mehr.

 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck der diesjährigen GamesCom vermitteln und vor allem der Spiele, die ich angespielt habe. Insgesamt hat es sich für mich gelohnt dabei zu sein und nächstes Jahr werde ich vermutlich wieder dort sein.

 

Euer Yannik

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